Wortmeldungen von Blauzungenkrankheit Betroffenen Anmerkung der Redaktion:
Im Folgenden stellen wir Wortmeldungen von Schafzüchtern und -haltern zum Thema Blauzungenkrankheit auf unsere Homepage. Es handelt sich hierbei um Meinungen unserer Mitglieder der Landesschafzuchtverbände und Besucher dieser Internetseite.
Die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V. (VDL) gibt diese Beiträge z.T. gekürzt wieder. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, dass die Beiträge nicht die Meinung der VDL/ Online-Redaktion widerspiegeln müssen.
23. November 2007 P. Boettge, Daxweiler (Rheinland-Pfalz): Wie ich von vielen Kollegen erfahren haben, unterstützten uns die meisten Amtstierärzte bei Blutproben, Sektionen und Tötungen sehr gut. Einige Kreise verlangten immer noch trotz klarer Diagnose eine Blutprobe bzw. eine Sektion für jedes Tier. Die Kosten trägt die Seuchenkasse, bzw. der Tierhalter. Ich finde die Entschädigung der Verluste ist wichtiger als unnötige Kontrollen. Unsere Verluste werden wir sowieso nicht voll entschädigt bekommen. Der Arbeitskreis Berufsschäfer und der Landesverband der Schafhalter RLP haben sehr gut Frau Ministerin Conrad auf die Seuche hingewiesen und sie hat ihre finanziellen Zusagen gemacht. Es ist wichtig, mit geeigneten Mitgliedern politische Personen in unsere Schafhaltung einzubeziehen.
14. Oktober 2007 A. Gerlach, Schäfermeisterin Braunfels-Philippstein (Hessen): Mein Mann und ich besitzen eine Herde von ca. 460 Mutterschafen (30 Suffolk, 20 Rhönschafe,10 Fuchsschafe,400 Merinolandschafe),die das ganze Jahr in Hütehaltung gehalten werden. Von der Blauzungenseuche haben wir bereits 2006 gehört. Wir wußten, dass sie da war, dass Betriebe davon betroffen waren, aber sie war weit weg. ... mehr >>>
10. Oktober 2007 Heidschnuckenhof Viesteg (Nordrhein-Westfalen): Liebes Team : Hier einmal die Blauzunge aus Sicht der Tiere, geschrieben von unserer Tochter Sabine (20) nachdem sie mit ihrem Bruder und ihrem Freund einen erstickenden Jungbock erlösen musste. Info zu uns : 140 Heidschnucken, davon ca. 80 erkrankt, davon bisher 36 qualvoll verendet ... mehr >>>
28. September 2007 Schäferei Daxweiler (Rheinland-Pfalz): Ich habe in dem Monat vereinzelt nur klare Fälle bis jetzt 24 Tiere. Alle Blutproben waren positiv. Trotz hoher Antibiotika-Dosen sind 50%der Schafe gestorben. Was ist mit den Überlebenden Schafen, sind sie noch fruchtbar? Die Behandlung haben wir teuer bezahlt. Die Amtstierärzte sind mit der Seuche überfordert. Drei Kreise - drei total verschiedene Vorschriften, Formulare und Auflagen.
P. Kleinespel, Buchholz (Rheinland-Pfalz): ... ich habe 3 Schafe an der Blauzungenkrankheit verloren. Zufällig sah ich dass die weiteren erkrankten Tiere, die sich noch draußen befanden (12 Stück) gierig auf Spitzwegerich stürzten und füttere sie nun damit. Nach 2 Tagen sind die Schnauzen abgeheilt, der Husten hört auf und die Tiere fressen gut. Es muss aber frischer Spitzwegerich sein, da der wohl blutstillend wirkt. Das ist nur eine Erfahrung, die vielleicht auch anderen Schafen das Leben retten kann ...
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